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Vitamin K (Phyllochinon)



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K-Vitamine (K für Koagulation) gehören neben den Vitaminen A, D und E zu den fettlöslichen Vitaminen. Sie sind ein Kofaktor für Vitamin-K-abhängige Carboxylierungsreaktionen. In diesen Reaktionen werden spezifische Glutamylreste einer Reihe spezieller Proteine über die γ-Glutamylcarboxylase carboxyliert und so aktiviert. Über diesen Mechanismus werden mehrere Gerinnungsfaktoren und gerinnungshemmende Faktoren aktiviert und damit die Blutgerinnung reguliert. Ferner spielen K-Vitamine für die Aktivierung von Osteocalcin (ein Knochenprotein), Calbindin und der Liganden für einige Rezeptor-Tyrosinkinasen wie zum Beispiel das Growth-arrest-specific gene-6 eine wichtige Rolle. In Pflanzen ist Vitamin K1 für die Photosynthese unverzichtbar.



Funktionen von Vitamin K im Körper

Vitamin K trägt zur Synthese der Gerinnungsfaktoren (z.B. Prothrombin VII, IX, X) bei und ist so an der Blutgerinnung direkt beteiligt. Lange glaubte man, dies sei die einzig wichtige Funktion dieses Vitamins im Körper. Inzwischen weiß man, dass Vitamin K auch für den Aufbau des Knochensystems sehr wichtig ist. Über körpereigene Proteine, beispielsweise Osteocalcin, und über Funktionen innerhalb des Stoffwechsels von Kalzium ist Vitamin K direkt am Knochenaufbau und an der Knochengesundheit beteiligt.

Die Hauptlieferanten von Vitamin K

Vitamin K wird von den Darmbakterien produziert und ist in der Nahrung enthalten. Lebensmittel mit besonders hohem Vitamin-K-Gehalt sind Sauerkraut, Rosenkohl, Spinat, Sonnenblumenöl und Rotkohl. Außerdem findet man Vitamin K in der Milch, Butter und Leber vor. Beim Gehalt treten jahreszeitlich bedingte Schwankungen auf, beispielsweise kann in gelben und grünen Blattgemüse der Anteil von Vitamin K von 50 bis zu 800 mcg pro 100 Gramm betragen.

-Blumenkohl und Spinat

-Sauerkraut

-Rosenkohl

-Schweineleber

-Sonnenblumenöl

-Tomaten, Grünkohl bis

-Erbsen, Rotkohl, Huhn, Rinderleber

-Grüne Bohnen

-Kopfsalat

-Kalbsleber

Die täglichen Bedarfswerte an Vitamin K

Der genaue Tagesbedarf an Vitamin K beim Menschen ist bisher nicht bekannt. Schätzungen reichen von 30 bis zu 120 Mikrogramm. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt täglich 60 bis 80 mcg Vitamin K für Frauen bzw. Männer.

Mangel und erhöhter Bedarf

Vitamin-K-Mangel ist eher selten, da dieses Vitamin Teil der Nahrungskette zwischen Pflanzen und Tieren ist und außerdem im Darm gebildet werden kann. Im Durchschnitt werden etwa zwischen 300 bis 500 mcg Vitamin K täglich mit der Nahrung aufgenommen, wovon etwa 20 bis 70 % im Körper verarbeitet werden. Die Verluste bei der Zubereitung sind relativ gering, Vitamin K ist gegen die Einwirkung von Hitze und Sauerstoff recht unempfindlich, allerdings wird es durch Tageslicht rasch zerstört

Bei Störungen der Darmflora, beispielsweise Darmpilzerkrankungen, sind die Vitamin K produzierenden Bakterien nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Das kann langfristig zu Mangelerscheinungen führen.

Auf Grund von Verwertungsstörungen kann ein erhöhter Bedarf an Vitamin K bestehen. Das gilt beispielsweise bei Osteoporose, von der vor allem ältere Frauen in der Menopause zunehmend betroffen sind. Typisch ist u.a. ein erhöhter Verlust an Kalzium, meist sind auch die Vitamin-K-Spiegel im Blut herabgesetzt. Mängel an Vitamin K kommen weiter bei chronischen Magen-Darm- und Leber-Erkrankungen vor. Einige Medikamente wie z. Bsp. Antibiotika hemmen beispielsweise die körpereigene Bildung von Vitamin K und verschlechtern auf diese Weise die Versorgung.

Typische Gruppen für einen Mehrbedarf an Vitamin K

-
Säuglinge und Kleinkinder

-bei Resorptionsstörungen durch Darmerkrankungen (z.B. Zöliakie, Morbus Crohn)

-bei chronischen Lebererkrankungen

-bei Einnahme bestimmter Medikamente (Antibiotika, Antikonvulsiva)

-bei Krebs durch eine evtl. präventive und antioxidative Wirkung

-bei Osteoporose - bei schweren Störungen der Fettresorption

Kann man Vitamin K überdosieren oder gibt es Nebenwirkungen

Vitamin K2 sind auch in hohen Dosen nicht toxisch. Es gibt keine Vitamin-K-Hypervitaminose, wenn man von der Substitutionsbehandlung beim Neugeborenen absieht: Hier kann Vitamin K in hohen Dosen eine Hämolyse auslösen, weil beim Neugeborenen der noch wenig entwickelte Glucuronisierungsmechanismus durch Vitamin K so sehr in Anspruch genommen wird, dass Bilirubin nicht mehr ausreichend glukoronidiert werden kann und somit eine Ausscheidungsstörung für Bilirubin auftritt (Neugeborenenikterus), der sich pathologisch ausweiten kann. Vitamin K1 und K2 sind also auch in hohen Dosierungen meist gut verträglich. Selbst von Überdosierungen sind keine schädlichen Wirkungen bekannt. Dies gilt nicht für K3 (Menadion), das jedoch heute nicht mehr erhältlich ist.

Wieviel Vitamin K zur Vorbeugung

Da ein erheblicher Mangel an Vitamin K recht selten ist, sind Ergänzungen von mehr als 100 mcg täglich in der Regel nicht notwendig. Zur Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose können Gaben von Vitamin K sinnvoll sein. Bei erhöhter Blutungsneigung aufgrund von K-Mängeln ist die Ergänzung von Vitamin K für die Wiederherstellung der normalen Gerinnung therapeutisch notwendig.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt: Mindestens 65 µg für Frauen und 80 µg für Männer tgl. (0,03 - 1,5 µg/kg Körpergewicht tgl.) und für Kinder 10 µg/kg Körpergewicht tgl.[1] Dies genügt, um Gerinnungsfaktoren in der Leber zu aktivieren, nicht jedoch für die darüber hinausgehenden Funktionen. Da gestillte Säuglinge dem (seltenen) Risiko eines klinisch relevanten Vitamin-K-Mangels mit der Gefahr gefährlicher Hirnblutungen ausgesetzt sind, wird eine Vitamin-K-Prophylaxe in den meisten Ländern der Welt empfohlen. In Deutschland wird sie zumeist oral mit 3 x 2 mg zur Geburt, nach ca. 1 Woche und nach ca. 4-6 Wochen dosiert. In anderen Ländern gibt es andere Dosisschemata.



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